Deutsche Meisterschaften sind immer ein Höhepunkt im Wettkampfkalender, insbesondere, wenn es die ersten bei den Seniorinnen sind. Für die sechzehnjährige Aliya-Jolie Funk galt es, bei den Finals in Hannover gegen die gesamte deutsche Turnspitze anzutreten und sich auch als jüngster teilnehmender Jahrgang positiv ins Gespräch zu bringen.
Gleich am ersten Gerät, dem Sprung, konnte Aliya-Jolie mit der fünftbesten Wertung aller Turnerinnen auf sich aufmerksam machen. 13,067 Punkte gaben die Kampfrichterinnen für einen guten „Yurchenko“ mit ganzer Schraube. Auch am zweiten Gerät, dem Stufenbarren, erbrachte sie mit einer nahezu fehlerfreien Übung (11,967 Pkt.) eine solide Leistung. Nicht zufrieden war sie mit der Schwebebalkenkür, wo sie aufgrund eines Absteigers und mehrerer kleiner Fehler einige Plätze verlor. Gut lief es dagegen wieder am Boden (11,967 Pkt.), dem letzten Gerät. Am Ende belegte sie mit insgesamt 46,701 Punkten den 12. Platz. Vielleicht nicht ganz die erhoffte Platzierung, dennoch hat sie insgesamt ein gutes Bild abgegeben.
Aliya-Jolie Funk begann mit fünf Jahren ihre turnerische Laufbahn beim TV Lipperode 1977 e.V. und trainiert seit nunmehr acht Jahren bei Sabine und Michael Gruhl im Detmolder Turn- und Leistungszentrum. Mit dem neuen Schuljahr wird sie zum Bundesstützpunkt nach Chemnitz wechseln, um mit den dort vorhandenen Bedingungen ihr großes Ziel anzugehen – Olympiade Los Angeles 2028!

Zum Bild:
10 Tage lang hat sich Aliya-Jolie Funk im Juni gemeinsam mit der Turn-Nationalmannschaft in einem Trainingscamp in Tokio auf die Deutschen Meisterschaften vorbereitet. Mit einem guten 12. Platz gelang es ihr in Hannover, sich für weitere Aufgaben zu empfehlen.