s WTB Nachwuchsmeisterschaften 2018 in Dortmund – Turnverein Lipperode

Die Sensation ist perfekt: Allegra Mattina ist Westfälische Meisterin im Kunstturnen. Bei den Westfälischen Nachwuchsmeisterschaften in Dortmund setzte sie sich gegen 30 weitere Nachwuchstalente des Westfälischen Turnerbundes durch und holte sich souverän den Titel.

Allegra, die ihr Bewegungspotential bereits als Vierjährige im TV Lipperode 1977 e.V. offenbarte, startete hoch konzentriert an ihrem schwächsten Gerät, dem Balken, und überraschte ihre Trainerin Elke Hohnsträter mit einer fast fehlerfreien Übung, wofür sie mit 13,90 Punkten die zweithöchste Balkenwertung des Tages erhielt. Am Stufenbarren (14,10 Pkt.) und am Boden (14,00 Pkt.) brillierte sie mit Tageshöchstwertungen. Am Ende gewann sie mit 55,70 Punkten und einem Punkt Vorsprung vor Magdalena Viereck (54,70 Pkt.) vom VTB Siegen.

Auch in der Altersklasse der Achtjährigen (AK 8) hatte der TVL zwei heiße Eisen im Feuer. Hier turnten Elisabeth Schonlau (53,40 Pkt.) und Aliya-Jolie Funk (52,35 Pkt.) einen beherzten Wettkampf und standen am Ende ebenfalls auf dem Siegertreppchen. Hinter einer überragend turnenden Mia Lutkova (56,95 Pkt.) von der KTV Detmold belegten sie verdient die Plätze zwei und drei. Während viele Turnerinnen den Bogengang rückwärts auf dem Schwebebalken ausließen, zeigten die Lipperoder Nachwuchstalente Mut zum Risiko. Bei Elisabeth Schonlau führte dies zur zweitbesten Balkenwertung (12,90 Pkt.), während Aliya-Jolie bei ihrem Versuch leider den Balken verlassen musste. Durch starke Leistungen an den übrigen drei Geräten konnte sie jedoch den Rückstand ausgleichen und den Kontakt zur Spitze wieder herstellen.

Hammerhart sind die Leistungsanforderungen in der Altersklasse der Neunjährigen (AK 9), in der sich nur noch 11 Turnerinnen den Kampfrichterinnen stellten. Für Hannah Möller vom TVL ist allein die Teilnahme an diesem Wettkampf bereits als Erfolg zu bewerten. Am Boden turnte sie erstmals die Akrobatikserie Radwende Flick-Flack Salto. Auch die übrigen Anforderungen meisterte sie und erhielt den vollen Ausgangswert, was nur zwei weiteren Turnerinnen gelang. Auch am Stufenbarren präsentierte sie die schwierige Pflichtübung mit allen Anforderungen und erhielt die viertbeste Wertung (11,45 Pkt.) aller Turnerinnen. Mit insgesamt 48,10 Punkten belegte sie am Ende den siebten Platz und war mit sich und dem Ergebnis hoch zufrieden.